25. November, 18:00
OrchesterProbenRaum
Der Vortrag „Place is the Space“ untersucht die Bedeutung des Ortes als konstitutives Moment künstlerischer Praxis. In Anlehnung an – und zugleich in Umkehrung von – Sun Ras Diktum „Space is the Place“ verschiebt sich der Fokus von der utopischen Befreiung durch Kunst hin zur Bindung der Kunst an ihre jeweiligen Kontexte. Anstatt den Raum der Imagination zu privilegieren, wird das Primat des Ortes, der sozialen, historischen und institutionellen Bedingungen, in den Vordergrund gestellt. Ausgehend von drei konkreten Fehlentscheidungen aus meiner eigenen künstlerischen Laufbahn zeige ich im Vortrag, wie Irrtümer produktiv werden können, wenn sie als Symptome struktureller Spannungen gelesen werden. „Place is the Space“ versteht sich damit als Plädoyer für eine transdisziplinäre Praxis, die nicht über den Kontext hinausstrebt, sondern ihn zum eigentlichen Ort des Denkens und Handelns macht.