Die Lehrveranstaltungen des CAMPUS GEGENWART sind für alle Studierenden der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart sowie für Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste und der Merz Akademie Stuttgart geöffnet.

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Weitere geöffnete Lehrveranstaltungen werden demnächst hier veröffentlicht.

LEHRVERANSTALTUNGEN AN DER HMDK STUTTGART

LEHRVERANTSTALTUNGEN AN DER STAATLICHEN AKADEMIE FÜR BILDENDE KÜNSTE STUTTGART

VERANSTALTUNGEN AN DER MERZ AKADEMIE

LEHRVERANSTALTUNGEN AN DER HMDK STUTTGART

 

Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Jennifer Walshe

Due to the current crisis, it is anticipated that classes will be taught both online and in person.  If you are interested in taking any of the classes, please make sure to e-mail  to be put on the mailing list. It is very important to do this, so that you can be sent Zoom links for the online classes, and informed of rooms for the in-person classes.

 

Performance Studio: What is Performance? Is it music? Dance? Theatre? Figurentheater? The curation of an identity on Instagram? Bots on Twitter spreading misinformation? It’s all of these and much more besides! This class focuses on the practice of performance. Students will develop concepts both solo and collaboratively in groups. The focus is on making and active learning. Each session involves developing performance material, so whether you are taking the classes online or in person, be prepared to be active!

This class is the cornerstone of the MA in Theory and Practice of Experimental Performance. Certain portions of the class are open to students from all backgrounds. If you are interested in participating in this class please e-mail  for information on the open sessions.

Prof. Dr. Jennifer Walshe
The Text Score

March 23 18:00-20:00
April 12 18:00-20:00
May 31 18:00-20:00
June 22 18:00-20:00

contact:

What do Fluxus, Hans Ulrich Obrist, Miranda July, Yoko Ono, Twitter bots about wolves, and Kanye West have in common? They all use text scores. The text score is one of the core tools of experimental art practice, allowing artists to use the most democratic of medium – text – to give performers simple instructions. In this workshop, we’ll look at a wide range of text scores created by different practitioners from the 1960s to today. Each meeting will focus on active work – participants will read and perform pre-existing text scores, as well as creating their own. Please e-mail  to be put on the mailing list.

Prof. Dr. Jennifer Walshe
Beyond the Livestream

March 30 18:00-20:00
April 19 18:00-20:00
May 4 18:00-20:00
May 11 18:00-20:00
June 8 18:00-20:00
June 29 18:00-20:00

contact:

Over the last year, we have been inundated with livestreams and video calls as much of art and life moved online. But what opportunities might the internet offer beyond the livestream? How might Reddit boards, YouTube remixes and sea shanties offer new ways to think about what art can be through and on the internet? This workshop looks at internet-native methods and strategies for experimentation and play, ranging over Vaporwave, ASMR, TikTok, r/outside, Bardcore, live composition on Twitch, chatbots and more. The focus is on the practical – in each session students will develop their own ideas and mini-projects. Please e-mail  to be put on the mailing list.

Prof. Dr. Jennifer Walshe
Free Improvisation

 

NOTE: Free Improvisation sessions will be scheduled later in the semester when the health guidelines allow. Please e-mail  to be put on the mailing list for these sessions.

Free improvisation is an opportunity for people to build something in space and time together. It’s an opportunity to listen to others and understand yourself. Free improvisation is open to any student, from any discipline. We welcome non-musicians – you do not need to have any musical experience. We welcome people who have never improvised before. Free improvisation is a chance to be present as a community of artists, figuring out what we can do. Tom Waits said that his band could do anything – “play blues, jazz, rob a bank.” Let’s figure out what we can do …

LBA Prof. Dr. Johannes Meinhardt
Geschichte und Theorie der Performance II

Vorlesung
Die Vorlesung geht über zwei Semester (WS Teil I, SoSe Teil II)

 

Fr 9.30-13 Uhr
Mozartstraße 51 oder online als Videokonferenz

Anmeldung zur Teilnahme Anmeldung bitte per E-Mai bis 29.03. an

Art der Prüfung Hausarbeit; andere Studiengänge entweder Klausur ODER große Hausarbeit

Performance ist eine Kunstgattung – oder eine Gruppe miteinander verwandter Gattungen –, die seit etwas mehr als 100 Jahren existiert und deren
entscheidende Entwicklungen erst in den späten 1950er Jahren einsetzen. Entstanden als Reaktion auf die beiden großen Krisen der Malerei, der
Leitgattung der Moderne um 1910 und erneut um 1960, ist sie bis heute ein Teil der Bildenden Künste geblieben. Das liegt vor allem daran, dass fast alle
Performerinnen und Performer zuerst aus der Malerei gekommen waren, und die Verschiebung der Aufmerksamkeit und der Arbeit vom Kunstwerk, dem Gemälde, auf die materiellen, institutionellen, gesellschaftlichen, diskursiven und
psychischen Bedingungen von Kunstproduktion als Analyse und Kritik der Kunst in und mit Hilfe der Performance verstanden und verstehen. Somit ist
Performance in der Kunst eine offene, forschende, oft provokative Tätigkeit, in der die Performer die gesellschaftlichen Prägungen und Determinationen von Körper, Geschlecht, Subjektivität und Selbst, aber auch von Gesellschaft allgemein, untersuchen und analysieren. Performance in der Kunst hat nichts zu tun mit einem Begriff von Performance, wie er vor allem im angelsächsischen Sprachraum verstanden wird: dort bedeutet Performance, wie in der Musik und im Theater, Durchführung, Aufführung, Darstellung, und bezieht sich auf eine
vorgegebene Partitur (oder Ähnliches), die interpretiert oder exekutiert werden soll. Performance in der Kunst dagegen lässt sich auf eine offene Untersuchung und Erprobung ein, in der Ereignisse und Kontingenzen zugelassen, neue
künstlerische Fragestellungen entwickelt, neue Verständnis- und Wahrnehmungsweisen von Selbst und Subjekt ermöglicht werden.

PD Dr. Marita Tatari
Performance-Theorie: Raum, Milieu, Umwelt (Seminar)

Do:10:15-13:15
online
Erste Sitzung: 25.03.21

Tutorin: Florence Borggrefe:
Anmeldungen im Moodle der HMDK oder bei Florence Borggrefe

Grundsätzlich für jede Performance-Theorie ist die Analyse der Dimension von Gegenwärtigkeit. Jede Art von Performance entfaltet sich im Jetzt. Alles, was in einer Performance Form annimmt, wird erst in einem Jetzt erzeugt. Ob akustisch, szenisch oder überhaupt intensiv, entstehen im Jetzt relationale Gefüge: reale und virtuelle Räume. So muss Raum in der Performance aus der ihr eigenen Zeit heraus gedacht werden: der Gegenwart.

Wir werden im Seminar Performance als Erzeugung von Raum erkunden. Wir lesen Texte, die Raum und Zeit zusammenbringen und die relationale Raumöffnung in der Materialität von Körpern, Sounds, Bildern analysieren.

Zugleich werden wir mit ausgewählten Texten über die Transformation der Raumauffassung unter technologischen Bedingungen diskutieren: die fließende Umformung von Milieus, das veränderte Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt, und so nicht-anthropozentrische Techno-Ökologien betrachten.

Eine Literaturliste wird zum Seminarbeginn bekanntgegeben.

– Die Bereitschaft zu vorbereitender Lektüre ist Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar.

– Die gemeinsame und vorbereitende Textlektüre wird einer Referatsleistung (die wegfällt) gleichgesetzt und angerechnet.

– Pflicht für den Masterstudiengang Theorie und Praxis experimenteller Performance

– Wahlpflicht für alle Studiengänge der HMDK, (so auch für BiWi Bachelor und Master) sowie für Studierende der ABK und der Merz Akademie

PD Dr. Marita Tatari
Gegenwartsästhetik und ihre Entkolonialisierung (Seminar)

Mi: 11:30-13:30
online
Erste Sitzung: 24.03.21

 

Tutorin: Florence Borggrefe:
Anmeldungen im Moodle der HMDK oder bei Florence Borggrefe

Der Gegenwart entgegenzukommen ist ein fundamentales Anliegen der Kunst seit der Erfindung ihres Begriffs in der Neuzeit. An die Stelle der Virtuosität der schönen Künste, an die der Ausbildung eines Kanons und an die des Lobs eines Göttlichen trat in der Neuzeit der Anspruch auf, der Gegenwart zu begegnen, sie zum Vorschein zu bringen, ihr Formen zu geben und zugleich ihr vorauszugehen: die gegebenen Formen, Gestaltungen oder Ordnungen in Schwebe zu versetzen, die Gegenwart einem Neuen, Anderen, auszusetzen.

Wir werden im Seminar diesem fundamentalen ästhetischen Ansatz nachgehen, mit ihm die Entwicklung ästhetischer Theorien in Verbindung bringen und die Frage stellen, wo wir uns heute befinden, wenn der Horizont der Ästhetik auf seine kolonialen Grenzen stößt und seine Verblendungen sichtbar werden.

Eine Literaturliste wird zum Seminarbeginn bekanntgegeben.

– Die Bereitschaft zu vorbereitender Lektüre ist Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar.

– Die gemeinsame und vorbereitende Textlektüre wird einer Referatsleistung (die wegfällt) gleichgesetzt und angerechnet.

– Wahlpflicht für alle Studiengänge der HMDK, (so auch für BiWi Bachelor und Master) sowie für Studierende der ABK und der Merz Akademie

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PD Dr. Marita Tatari
Immersion und Erscheinungsraum (Seminar)

Erste Sitzung: 23.03.21
online
Di: 15:30-18:00 Uhr

 

Tutorin: Florence Borggrefe:
Anmeldungen im Moodle der HMDK oder bei Florence Borggrefe

Eine Form, eine Performance, ein Stück, treten auf: sie werden sichtbar, hörbar, für ein Publikum erfahrbar. Sie treten in einen Erscheinungsraum. Aber ein Kunstpublikum, so begrenzt es jeweils sein mag, hat etwas gleichzeitig Unbestimmbares und Allgemeines: ein Kunstpublikum meint eine*n einzelne*n als eine*n jede*n. Diese allgemeine Dimension des Publikums verstand die Ästhetik nicht als etwas, das erst im Nachhinein einer Aufführung oder einer Form gegenübergestellt wird, sondern als etwas, das den Formen und Praktiken der Künste innewohnt.

Was ermöglicht einer Komposition von Sounds diese allgemeine Dimension im Publikum zu erreichen? Was dem Sprechen und dem Auftritt der Schauspieler*innen? Was einem Happening, einer Form? Und wie wirkt die gegenwärtige digital-mediale Einbettung der Künste z.B. auf die klassischen Auffassungen eines staatlich-nationalen Publikums?

Wir werden mit ausgewählten Texten die Öffentlichkeit der Künste von der Seite des künstlerischen Tuns her diskutieren und unter aktuellen Bedingungen digitaler Immersion verorten.

Eine Literaturliste wird zum Seminarbeginn bekanntgegeben.

– Die Bereitschaft zu vorbereitender Lektüre ist Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar.

– Die gemeinsame und vorbereitende Textlektüre wird einer Referatsleistung (die wegfällt) gleichgesetzt und angerechnet.

– Wahlpflicht für alle Studiengänge der HMDK, (so auch für BiWi Bachelor und Master) sowie für Studierende der ABK und der Merz Akademie

 

Spezifische (Interpretations-)Analysen, Dirigieraspekte im Ensemble / vom Instrument und Instrumentenkunde, Interpretation, Notation, Stimme, Bewegung, Szenische Darstellung, Hörtraining, Elektronikpraxis / Medienperformance, Ensemblekonzepte/-praxis/-organisation,

Interpretenrolle, Brücke zum CAMPUS GEGENWART, aktuelle Projektkonzeption / -diskussion, Programmgestaltung etc.

Semesterschwerpunkte SoSe ´21: Aufführungspraxis, Bewegung

Prof. Martin Schüttler
Kolloquium Komposition

 

Termin: Montag, 18-20 Uhr
Raum: 8.04 HMDK
Seminarbeginn: 29.03.2021

Das Kolloquium Komposition befasst sich mit aktuellsten Themen aus dem Feld der Gegenwartsmusik sowie anderer Kunstformen. Schwerpunkte bilden dabei (Hör-)Analysen, gemeinsames Textstudium und Diskussionen. Das Kolloquium ist offen für alle Interessierten.

Catarina Mora
Körpertraining (Tanz I) 

 

Mo: 12:00–13:30 Uhr
Raum: Opernstudio, HMDK
Beginn: 29.03.2021

Ein tänzerisches Bewegungstraining für Musiker, Schauspieler, Sänger ohne körperliche Vorerfahrung. Schwerpunkte sind Aufbau der Muskulatur und Beweglichkeit, Kondition und Koordination. Das Raumgefühl wird durch leichte Choreographie-Abschnitte, die sich während des Semesters wiederholen, stabilisiert. Der Zusammenhang von Musik und Bewegung sind Ausgangspunkt und Ziel um eine ganzkörperliche Bühnenpräsenz zu erlangen.

Anmeldung:

Catarina Mora
Standardtänze für Musiker*innen, Sprecher*innen und Schauspieler*innen (Tanz 2) 

 

Do: 18:30–19:30
Raum: Opernstudio, HMDK
Beginn 02.04.2021

Die basics des gemeinsamen Tanzens werden in diesem Unterricht vermittelt. Ob Rumba, Walzer, Tango oder der hitzige Jive: für alle geht ein schönes Tanzerlebnis in Erfüllung. Für schon erfahrene Tänzer*innen ebenso wie für Anfänger*innen geeignet. Bitte Schuhe mit Ledersohle mitbringen.

Anmeldung alleine oder zu zweit unter: 

Susanne Fromme
Erlebte Anatomie in der Bewegung

Mo: 17 – 18 Uhr,
Raum 4.57, ggf. online
Beginn: 22. März 2021

Anmeldung per Email:

In diesem Workshop werden Mentaltraining in Form von Imagination und Bewegungstraining miteinander verbunden. Mit dem Fokus auf Bewegungsfluss, Phrasierung und Dynamik wechseln sich Bewegungsexplorationen und kurze strukturierte Abläufe miteinander ab.

Ziel ist die Entwicklung dynamischer Präsenz und das Erwerben eines verkörperten Verständnisses von Bewegung.

Angesprochen sind alle die Spaß an der Bewegung haben und /oder sich auf die Arbeit in fachübergreifenden Bühnenproduktionen vorbereiten möchten.

Frithjof Vollmer, M. A. M. Mus.
Theodor W. Adorno: Zu einer Theorie der musikalischen Reproduktion (Lektüreseminar) 

Mi: 14 – 16 Uhr (c. t.)

Raum 8.28
Beginn: 24.03.2021

Anmeldung ab 01.03. bis 24.03.

„Die wahre Reproduktion ist die Röntgenphotographie des Werkes.“ Nur für sich genommen scheint aus diesem Satz des auf das Musikgeschehen im 20. Jahrhundert enorm einflussreichen Musikphilosophen Theodor W. Adorno (1903–1969) geradezu ein Imperativ zu sprechen: Musikalische Interpretation hat der Werkintention zu dienen; persönliche, weil potentiell verfremdende, oder gar „nachschöpferische“ Anteile der / des Aufführenden seien demnach zu vermeiden. Aber hat Interpretation nicht notwendig immer auch subjektive Momente, ja Anteile von Improvisation? Anhand der Lektüre lassen sich denn auch Fragen diskutieren, die aktueller kaum sein könnten: Welche Rolle, welchen „Auftrag“ haben wir als musizierende Interpret*innen (heute)? Wie lässt sich das (moderne) Spannungsfeld zwischen Text (der Partitur) und Aufführung beschreiben, wenn zunehmend Ton- und Videodokumente den Rang erster Referenzen einnehmen? Nicht zuletzt: Lässt sich das „Dreigestirn“ aus Komponierenden, Aufführenden und Rezipierenden im 21. Jahrhundert ohne ein viertes, den allgegenwärtigen Einfluss der Technik nämlich, überhaupt noch denken – und was folgt daraus, wenn infolge eines Jahres des pandemiebedingten Ausnahmezustandes Musik beinahe nur noch über anonyme, digitale Plattformen wie etwa YouTube „konsumiert“ wird?

 

Dem zwischen 1927 und 1959 entstandenen, Fragmente gebliebenen Konvolut zu einer Theorie der musikalischen Reproduktion soll sich im Seminar gleichermaßen mit einem systematischen und historischen Blick genähert werden; Referate ergänzen Kontexte zu Adornos Umfeld und mögliche Einflüsse auf seine Theoriebildung. Als Lektüreseminar wird der Leistungsnachweis für die regelmäßige Vorbereitung einzelner Textabschnitte, die Übernahme einer Themenpatenschaft inkl. mündlicher Leistung sowie für eine kurze Hausarbeit (8–12 Seiten) mit Abgabe bis zum 11. Oktober 2021 vergeben.

Zur Anschaffung und Vorbereitung empfohlen:

Theodor W. Adorno, Zu einer Theorie der musikalischen Reproduktion, hrsg. v. Henri Lonitz, Frankfurt a.M. 2005 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1750, ca. 13 Euro).

Dr. Uwe Durst
Horror

Seminar: Literaturwissenschaften/Germanistik

Di 10:30-12:00
Raum: 8.06

Beginn: 23.03.2021

Der Schauerroman wird vom “Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft” als “Genre der Spätaufklärung” beschrieben, “das die Erregung von Angst und Grauen durch wiederholte Begegnungen mit dem (vermeintlich) Übernatürlichen anstrebt.” Mit dieser intentionalen Definition entgeht man dem Spott Todorovs, dass die wissenschaftliche Zuordnung eines Texts zu einem Genre nicht von der Nervenstärke des realen Lesers abhängig sein könne. Allerdings gibt es Horror in der fiktionalen Literatur sowohl jenseits des Schauerromans als auch jenseits des ‘Übernatürlichen’ (Wunderbaren), und schon das Dichterroß Pegasus entsprang einem Ungeheuer. Wir wollen uns theoretisierend literarischen und filmischen Texten nähern, die grauenhafte Ereignisse schildern. Wir untersuchen ihre Verfahren und Funktionen und spannen einen Bogen von Burkes “On the Sublime and the Beautiful” und der Gothic Novel (Ann Radcliffe, “Der Italiäner”; M. G. Lewis, “Der Mönch”) bis zu “Saw”, “It follows” und “The Purge”.

Mit der Teilnahme an diesem Kurs erklären Sie sich zur Übernahme eines Referats bereit, je nach Zahl der Teilnehmer auch zu zweien.

 

Dr. Helmut Landwehr
Seminar: Meisterwerke der Lyrik in deutscher Sprache

Do 10:15-11:45
Raum: 8.06
Beginn: 25.03.2021

Literaturgeschichtlich bedeutende und häufig rezipierte Gedichte von Klopstock, Goethe, Hölderlin, Heine, Mörike, Rilke, Brecht, Lasker-Schüler, Bachmann, Celan, Domin, Sachs, Ausländer, Jandl u.a. werden gelesen, analysiert und interpretiert. Dabei wird erörtert, welche Bedeutung für das Verstehen des literarischen Textes Biographie, Entstehungs- und Rezeptionszeit, Intertextualität, Versmaß und Sprache haben. Wünsche der Teilnehmenden zur Auswahl der Texte und Aspekten der Untersuchung werden einbezogen.

Dr. Helmut Landwehr

Schreibwerkstatt: Produktiver Umgang mit Literatur, Reflexion zur Grammatik und kreatives Schreiben

Do 11:45-13:15 – vierzehntägig t
Raum: 8.06
Beginn: 25.03.2021

!!!!!nicht anrechenbar/unbenotet!!!!!

Die Teilnehmer(innen) setzen Anfänge von literarischen Texten fort oder greifen schreibend ein, um Leerstellen zu füllen, Personen mit neuen Gedanken oder Worten zu versehen, auf Aussagen zu reagieren u. ä.  Dabei soll nicht nur die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text eine Rolle spielen, sondern auch eine besondere Aufmerksamkeit geweckt werden für grammatische und andere sprachliche (auch sprachspielerische) Möglichkeiten.

Guntram Zürn

Seminar: Politische Lyrik

Mo, 16.15 – 17.45 Uhr;
Raum: 9.17
Beginn: 22.03.2021

Prof. Dr. Kerstin Kipp

Seminar: Sprechwissenschaft im Bachelor Sprechkunst und Sprecherziehung, 4. Semester

Mo: 14:30-16:00
Beginn: 22.03.2021
Raum: 8.06

Im Seminar geht es um theoretische Aspekte der Ästhetischen Kommunikation. Wir beschäftigen uns mit grundlegenden Konzepten und der historischen Entwicklung. Im Mittelpunkt steht die Sprechkunst, auch in spezifischen Formen wie beispielsweise Sprechchor und Poetry Slam. Wir betrachten auch die Relevanz in den Nachbardisziplinen, etwa die Rolle der Sprecherziehung in den Bereichen Gesang und Schauspiel.

Mediensprechen

Beratungsangebote durch Studierende des Masters Mediensprechen in Bezug auf  Projekte, die aufgezeichnete gesprochene Sprache integrieren möchten.

Interesse anmelden bei:

Prof. Christian Büsen //

Ellen Zitzmann //

Bühnenprojekte

Teilnahme an Projekten/Inszenierungen des Studio für Sprechkunst.

Hier laufen – schon lang tradiert – Kooperationen beispielsweise mit „Alter Musik“, „Institut Jazz und Pop“ und den Klassischen Instrumentalfächern. Anfragen gehen vom Studio für Sprechkunst aus an die anderen Studiengänge je nach Bedarf der Inszenierung.

Interessierte können sich aber grundsätzlich auch melden bei:

Prof. Michael Speer //

Prof. Annegret Müller //

Sprecherziehung im Gruppenunterricht

Im Rahmen der Unterrichtspraxis werden Kandidaten gesucht, die Interesse haben, im Gruppenunterricht von Studierenden des 7. Semesters unterrichtet zu werden. Dieser Unterricht findet unter Supervision von Ellen Zitzmann statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Hier der Link zum Interessentenfragebogen:

https://www.hmdk-stuttgart.de/unsere-hochschule/fakultaeten-und-institute/fakultaet-iv/institut-fuer-sprechkunst-und-kommunikationspaedagogik/stimm-und-sprechtraining/?L=0

 

Dort schauen die Sprecherziehungs-Studierenden rein, um Teilnehmer*innen für die Unterrichtspraxis anzufragen.

 

Es gibt keine ECTS-Punkte hierfür.

LEHRVERANTSTALTUNGEN AN DER STAATLICHEN AKADEMIE FÜR BILDENDE KÜNSTE STUTTGART
Adresse 1: Am Weißenhof 1, 70191 Stuttgart
Adresse 2:  Mozartstraße 51, 70180 Stuttgart

Prof.in Dr. Cristina Gómez Barrio, Prof. Wolfgang Mayer, Prof. Dr. Felix Ensslin
Im Verschwinden / In der (Re)produktion (Körper)

 

Auftakt: 12.04., weitere Termine werden dort bekannt gegeben.

Mozartstraße 51

Anmeldung bitte per E-Mail bis zum 29.03. an

In Kolloquien werden individuelle Arbeiten besprochen, sowie Gruppenprojekte
entwickelt und reflektiert. Die Studierenden befinden sich nicht in Konkurrenz
zueinander, sondern bemühen sich miteinander zu lernen, zu produzieren, zu
träumen und sich gegenseitig zu begleiten.
Hintergründe der Gespräche sind die Begleitung der künstlerischen Prioritäten
der Studierenden. Niemand weiß zu wenig und niemand weiß genug.
Durch regelmäßige Einzel- und Gruppenexperimente soll das Verständnis einer
Alltagspraxis entwickelt werden, um diese vom rein projektorientierten Arbeiten
zu unterscheiden. Crispi Turlingten: “Art is an integral part of my daily Yoga. That
definitely helps me approach all aspects of cooking from a place of mindfulness
and clarity, through the mess that usually accompanies this practice.”
Alles kann ein Werkzeug sein, niemand kann sagen wie es bedient werden muss.
Kunst ist die Möglichkeit das Unmögliche anzufassen. Alles ist möglich und der
Himmel die Grenze um bedeutsame Sinneswahrnehmungen und Erfahrungen auf
der Grundlage des Körpers zu machen.
Crispi Turlingten 2: “Perform and stink”.
Der Fokus der Kolloquien ist das inhaltliche und praktische künstlerische Arbeiten
in Theorie und Praxis. Die Begleitung der eigenen künstlerischen Prioritäten der
Studierenden steht immer im Zentrum

Prof. Dr. Felix Ensslin
Klassismus als Kategorie der Kunstproduktion und – betrachtung

 

Blockseminar

03.-08.05. 2021

online via Zoom

Anmeldung bitte per E-Mail bis zum 01.04. an

Es gehört zur Grundüberlegung des MFA „Körper, Theorie und Poetik des Performativen“, das Verhältnis zwischen Verschiedenheit und Zugehörigkeit,
Identität und Differenz in kultureller und sozialer Ausführung als Grund und Gegenstand künstlerischer Produktion zu betrachten. Diese Sichtweise führt
regelmäßig zu Spannungen, Konflikten und Diskussionen zwischen Studierenden und Lehrenden, wie auch unter Studierenden und Lehrenden unter sich. Unserer
Zeit entsprechend zeigt sich immer wieder die Frage nach dem Verhältnis zwischen je individueller Erfahrung und strukturellen diskriminierenden Elementen, aus der sich die je eigene Realität und deren Infragestellung
entwickelt. Als Experiment hat die Studierendengruppe gemeinsam mit den Lehrenden beschlossen, ein Seminarthema demokratisch von den Studierenden
entscheiden zu lassen. Mehrheitlich entschied sich die Gruppe für das Thema »Klassismus«.
Wie in jeder Diskussion kamen auch hier vielfältige Stimmen und Vorstellungen zum Ausdruck. Die Umsetzung wird nicht allen und jedem gerecht werden. Sie wird sich leiten lassen von den demokratischen Entscheidungen der Studierenden untereinander – in der Suche nach dem Thema für das Seminar – wie von den Ideen zur Umsetzung der Lehrenden. Zwischen beiden Polen wird es Raum für neue und zukünftige Diskussionen geben. Im Sinne des MFA KTPP
und seine Orientierung auf die Frage der ästhetischen und politischen Entstehung von Öffentlichkeiten sind ausdrücklich auch Studierende außerhalb des MFA
eingeladen, so sie sich angesprochen fühlen.
Zum Inhalt des Seminars: „Classicism“ bzw.„Klassismus“ ist ein sozialer, ökonomischer, kultureller und politischer Begriff. Klassismus differenziert sich als
analytischer Begriff im Selbstverständnis von den klassischen Marx’schen und Weber’schen Traditionen in der Bestimmung des Begriffes „Klasse“ und möchte
den Rückbezug auf sozialökonomische Determinanten spezifischer Subjektbildung und Bewusstseinsformen mit in jenen ausgeschlossenen Fragen von Anerkennungskämpfen verbinden. Im Rückgriff auf die Whitney Biennale 1993, in der die Kritik an klassischen marxistischen Begriffen wie Klasse und ökonomischer Determination Einzug in den Mainstream der zeitgenössischen Kunst nahm, untersuchen wir diesen Begriff und seine theoretische wie praktische Validität. Im Laufe des Seminars werden wir recherchieren und
gemeinsam diskutieren, welche zeitgenössischen Positionen in der Kunst sich gewinnbringend durch die Linse dieser Kategorie betrachten und beurteilen
lassen.

Prof. Dr. Felix Ensslin
AM Christoph Sökler
Ästhetik der Krise / Ästhetik des Widerstandes

 

Blockseminar

07.-12.06.
online via Zoom

 

Anmeldung bitte per E-Mail bis zum 01.04. an

Das Seminar ist ein Lektüre- und Rechercheseminar. Ausgehend von Peter
Weiss‘ Ästhetik des Widerstandes (vor allem des ersten Buches) betrachten wir die mediale Bildproduktion um die Krisenphänomene der letzten Jahre. (Corona, Trump-Präsidentschaft, Migration im Mittelmeerraum u.a.). Dabei geht unser Blick auf „Mainstream“-Medien, wie z.B. die dominanten Newschannels und Zeitungen/Zeitschriften, ebenso wie auf die „meme culture“ des Internets und der sozialen Medien. Das Verhältnis von ästhetischer Formgebung und
Formfindung zum politischen Gehalt bzw. zu den sozialen und produktiven Ausgangsbedingungen der Bildfindung steht dabei im Vordergrund.

Discoteca Flaming Star (Prof.in Dr. Cristina Gómez Barrio, Prof. Wolfgang Mayer)
Performance-Sprechstunde für Noch-Nicht-Performer and more….

 

Gespräch

Mo 10-12 Uhr. Alternierend. Check mfa_ktpp on instagram
online via Zoom
Sofern es die Corona-Situation erlaubt, sind auch Termine vor Ort möglich.
(Neubau 1 / Raum 124)

 

ohne Anmeldung

Diese Sprechstunde ist offen für alle Studierenden der ABK, welche Austausch im Bereich Performance suchen, um sie in ihre Arbeit zu integrieren, oder nicht, oder allgemein Fragen zu Begriffen der Performance haben, etc… If it does not make you nervous, it is not worth doing it.
(Dr. Discoteca is the founder of Stuttgarts 1st Vaginal Crème Davis Fanclub)

Prof.in Dr. Cristina Gómez Barrio, Prof. Wolfgang Mayer (Discoteca Flaming Star)
Sound and Body (Künstlerische Praxis – Aktiv und Passiv)

 

Vor(lesung)hörung und Praktische Übungen

Auftakt: 12.04., weitere Termine werden bekannt gegeben
Ort/Raum Mozartstraße 51

Anmeldung bitte per E-Mail bis zum 29.03. an

Treffen sind regelmäßig aber nicht wöchentlich. Discoteca Flaming Star wird montags von 14-17 Uhr alternierend eine A-Seite: „Intense Sound Sessions“
abhalten, sowie eine B-Seite: „ Plötzlich eine Asymmetrie – Schreiben und Sprechen in Bewegung “ veranstalten.
A-Seite: Intense Sound Sessions
-> Scott Walker Achille Mbembe Kiki & Herb Anne Carson Etta James Greil
Marcus Amy Whinehouse Matana Roberts Gil Scott Heron PJ Harvey …
Verqueere Vorlesung bzw. Vorhörung: Wir treffen uns um komplette Musikalben laut von der PA des Theaters zu hören, auf Matten am Boden liegend. Im
Anschluss gibt es eine Lesung aus Texten, welche womöglich ein begleitendes
oder auch unpassendes Verhältnis zu der Musik haben.
Zu jeder Sitzung werden externe Gäste geladen, welche mit einem Musikstück das Gehörte kommentieren und damit den Dialog ausdehnen.
Im Anschluss informelle Gespräche und auf Anfrage Arbeitsbesprechungen.
Zu spät kommen und zu früh gehen ist unwillkommen.
B-Seite: Plötzlich eine Asymmetrie – Schreiben und Sprechen in Bewegung
-> Liebe Student*innen, in „Plötzlich eine Asymmetrie“ werden
Improvisationstechniken der Bewegung des Körpers in Verbindung mit Sprache geübt. Die Bewegungen des Körpers erzeugen gesprochene und geschriebene Texte; sowie gleichzeitig die Sprache Bewegungen erzeugt. Die Übungen
basieren auf „Logomotion Techniken“ der Tänzerin Simone Forti, erweitert durch meine eigenen Improvisationserfahrungen im Bereich der Performance. Auf der Basis der Logomotion kann man die Verbindung zwischen Sprache und Körper,
sowie die Verkörperung von Sprache als künstlerischer Vorgang und Denkprozess artikulieren. Scharfe Beobachtung und diskursives Verständnis von Sprache und Körper prägen die Übungen und den Austausch zwischen den
Teilnehmer*innen. Bitte bequeme Kleidung und Schreibmaterialen mitbringen.
Crispi Turlingten: “Art is an integral part of my daily Yoga. That definitely helps me approach all aspects of cooking from a place of mindfulness and clarity,
through the mess that usually accompanies this practice – perform and stink”.

LBA Ulrike Goetz
Titel der Veranstaltung Stimmlabor

 

Übung und individuelle Beratung

 

Mi 10-13 Uhr
Mozartstraße 51
Teilnehmerzahl 6

Anmeldung bitte per E-Mail bis zum 29.03. an

Beschäftigung mit den kommunikativen und ästhetischen Wirkungsweisen der Sprache. Auf Grundlage von Texten der Studierenden sowie für die Studierenden relevanten Texten werden über Übungen die stimmphysiologischen
Zusammenhänge der Grundfunktionen des Sprechens erfahren und mit Stimme, Lauten und Sprache experimentiert. Studierende mit besonderem Interesse an Aktionen mit Stimme / Sprache / Text können außerdem eine
semesterübergreifende, individuelle Betreuung in Anspruch nehmen.

LBA NAF (Nana Hülsewig und Fender Schrade)
nicht-normative Körper und Öffentlichkeiten

Workshop

Blockveranstaltung

Mozartstraße 51 oder online als Videokonferenz
Teilnehmerzahl 15

Anmeldung zur Teilnahme Anmeldung bitte per E-Mail bis spätestens 29.03. an:

Die Werkstatt beschäftigt sich mit dem Befragen der eigenen performativen Praxis im öffentlichen Raum. Im Fokus steht das Erproben von Situationen im
Alltagsgeschehen im Besonderen im Hinblick auf den nicht-normativen Körper. NAF bieten zusätzlich Beratungstermine an, die auch unabhängig zum Workshop genutzt werden können, um eigene Arbeiten der Studierenden zu besprechen und zu prüfen.

LBA Paula Kohlmann
Dein Körper weiß mehr als Du glaubst oder:
Somatisches Erinnern und performative Sprache

Workshop

Auftakt: Fr, 23.04.16-18 Uhr
Blockseminar: jeweils Sa/So am 24./25.04., 29./30.05., 17./18.07.
Mozartstraße 51 oder wenn notwendig online über Videokonferenz
Teilnehmerzahl 7

Anmeldung zur Teilnahme Anmeldung bitte per E-Mail bis 14.03. an:

Der Workshop beschäftigt sich mit dem Körper als Ausgangspunkt und Medium zur Erkenntnisgewinnung. Im Fokus stehen Fragen nach dem Umgang mit dem eigenen Körpergedächtnis: Welche Erinnerungen hier gespeichert werden (individuelle, kollektive, generationsübergreifende?), wie wir es als Archiv von Wissen nutzen und die unmittelbaren Erinnerungen in Sprache und letztendlich in
eine künstlerische Arbeit transformieren können.
„Ich habe von den Rändern her geschrieben, habe aus dem Brunnen geschöpft, aber nie ganz hinuntergeschaut. Ich habe die Worte hochgezogen auf diese zweifelhafte Weise, mit abgewandtem Blick“, schreibt Susan Sontag und thematisiert die Schwierigkeit mit ihrem Verstand körperliche Erfahrungen in Worte zu fassen. Wir lesen gemeinsam Texte, die sich mit diesem Spannungsfeld theoretisch auseinandersetzen, u.a. beschäftigen wir uns mit der Leibphänomenologie von Maurice Merleau-Ponty, dem Körper als umkämpften Ort bei Silvia Federici, der Embodiment-Theorie aus der Kognitionswissenschaft und dem Begriff des „Körpergedächtnis“ (kinästhetisches Gedächtnis). Ebenso lesen wir Auszüge aus autobiografischen Reflektionen von Siri Hustvedt (Die zitternde Frau, 2010) und Susan Sonntag (Ich schreibe um herauszufinden was ich denke, 2010) und Prosa, deren performative Sprache durch körperliche
Intensität beim Lesen überwältigt: von M. Blecher (Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit, 1936), Lidia Yuknavitch (The Chronology of Water: A Memoir, 2017) und Maggie Nelson (Die Argonauten, 2015).
In praktischen Übungen versuchen wir die eigene Sprache des Körpers wahrzunehmen dadurch auch zu aktivieren. Wir machen uns gemeinsam auf die
Suche nach einer unmittelbaren, körperlichen Sprache, die intuitives Spüren und
analytisches Beschreiben gleichermaßen miteinbezieht.
Dabei können in Eigenverantwortung sowohl innerlich empfundene wie äußerlich
sichtbare Merkmale Ausgangspunkt sein: Persönliche Körpererfahrungen (z.B.
Krankheiten, Hormone, Lust, Durst, Geburt etc.) und/ oder deren Spuren (Narben)
können erinnert und künstlerisch untersucht werden. Die Produktion von Text kann als Reflexionsebene ein Zwischenschritt oder ein finales Ergebnis sein.
Ausgehend von der eigenen künstlerischen Praxis der Studierenden sollen kleine
Präsentationen innerhalb der Gruppe entstehen. Künstlerisch-mediale Strategien der Umsetzung können sein: Intervention, Installation, Fotografie, Video, Text, Sound, Performance…

Eine persönliche Begleitung der eigenen künstlerischen Prioritäten der Studierenden ist möglich.

LBA Hanno Schupp / LBA Chris Schaal / Siegfried Kalnbach (Werkstattlehrer)
Licht-Bild-Film-Licht

 

Seminar

12.05., 19.05., 02.06., 09.06.,14-17.30 Uhr
Mozartstraße 51, 3. OG, öffentlicher Raum
Je nach Corona-Lage wäre auch ein Hybridmodell denkbar.
Teilnehmerzahl 6

Anmeldung zur Teilnahme Anmeldung bitte per E-Mail bis zum 30.04. an:

Ausgehend von Licht als gestalterisches Moment im Film sollen Untersuchungen am Bild vorgenommen werden. Beginnend mit den verschiedenen Techniken der Ausleuchtung werden deren verschieden Wirkungen betrachtet. Anhand von Beispielen aus der Filmgeschichte soll die Lichtsetzung untersucht werden. In Gruppenarbeit sollen Filmsequenzen entstehen die digital verarbeitet und zum
Abschluss des Seminars besprochen werden.

Prof. Dr. Michael Lüthy

Seminar: Joseph Beuys

 

Zeit: Dienstag, 14:00-17:30 Uhr, alle 14 Tage:
Termine: 20.4. – 4.5. – 18.5. – 1.6. – 15.6. – 29.6. – 13.7.

 

Das Seminar wird per Zoom durchgeführt. Der Link ist nach Anmeldung zugänglich. Ein Wechsel zu Präsenzveranstaltungen wird angestrebt, wenn die Situation es erlaubt.

 

Beginn: 20.4.

Der 100. Geburtstag, den Joseph Beuys in diesem Jahr feiern könnte, bildet den äußeren Anlass für das Seminar. Der runde Geburtstag bietet die Gelegenheit, diese zentrale Figur der deutschen und internationalen Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, deren Wertschätzung und Rezeption in den letzten Jahren abgenommen hat, neu zu beleuchten. Beuys verfolgte einen umfassenden Ansatz, der die Kunst in den Zusammenhang gesellschaftlicher Prozesse stellte. Denn für Beuys konvergierte beides, Kunst und Gesellschaft, im Begriff und in der Praxis des „Skulpturalen“. Zugleich ist Beuys ein einschlägiges Beispiel für jene neo-avantgardistische Erweiterung des Kunstbegriffs, die ich in der Vorlesung in breiter Perspektive diskutiere: Beuys arbeitete nicht nur mit neuartigen Materialien, sondern entwickelte auch Praxisformen, die im Kunstkontext bislang unbekannt waren.

Prof. Dr. Michael Lüthy

Seminar: Niklas Luhman: “Die Kunst der Gesellschaft”

 

Mittwoch, 10:30-14:00 Uhr, alle 14 Tage:
Termine: 21.4. – 5.5. – 19.5. – 2.6. – 16.6. – 30.6. – 14.7.

 

Das Seminar wird per Zoom durchgeführt. Der Link ist nach Anmeldung zugänglich.

 

Beginn: 21.4.

Niklas Luhmanns „Die Kunst der Gesellschaft“ (1997) ist inzwischen ein Klassiker der Kunstsoziologie. Luhmann argumentiert zugleich systematisch und historisch. Das hat zur Folge, dass seine Argumentation eine große Zahl wesentlicher und bis heute virulenter Kunstfragen anschneidet. Im Seminar werden wir Luhmanns Argumentation anhand ausgewählter Passagen des umfangreichen Buches nachvollziehen und diskutieren.
Voraussetzung für die Teilnahme ist der Erwerb des Taschenbuches.

Prof. Dr. Michael Lüthy

Vorlesung: Die Kunst (seit) der Neo-Avantgarde der 1960er Jahre

 

Montag, 14:30-17:30 Uhr, alle 14 Tage:
Termine: 19.4. – 3.5. – 17.5. -31.5. – 14.6. – 28.6. – 12.7

Die Vorlesung wird per Zoom durchgeführt:

Link:
https://abk-stuttgart-de.zoom.us/j/62580422297?pwd=UVNaaUQxNURVcFlscmpFOXpUUFNJQT09
Meeting-ID: 625 8042 2297
Kenncode: Y7uByu

 

Beginn: 19.4.

In den 1960er Jahren setzen tiefgreifende Transformationen der künstlerischen Praxis ein, die bis heute nachwirken. Die Transformationen betreffen die künstlerische Praxis, den Begriff der Kunst, die Rolle der Kunstinstitutionen und die Formen der Rezeption gleichermaßen. Heute alltäglich gewordene Praktiken wie Performance, Installation oder Aktionskunst entwickeln sich, neue Materialien und Medien halten Einzug, die bildende Kunst entgrenzt sich. Die Vorlesung geht diesen Transformationen nach, im Wechsel zwischen systematischer Perspektivierung und der Diskussion signifikanter Werke.

LBA Dr. Gitta Bertram
Kunstgeschichte schreiben

 

Donnerstag 14.00-15.30 Uhr, online
15.04.2021

 

Anmeldung ab 22.03. über das ABK Portal bis maximale Teilnehmerzahl erreicht ist (Adresse: https://portal.abk-stuttgart.de/course/view.php?id=884); falls kein Zugang vorhanden ist, bitte an eine kurze Mail

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Kunst und Geschichte und fragen uns wer die Geschichte von Kunst erzählt? Wessen Geschichten werden erzählt? An wen richten sie sich? An wen erinnern sie? Wo sind die Lücken oder die Blind Spots dabei? Stopfen wir diese Lücken oder schreiben wir die Geschichte gleich neu? Anhand verschiedener Beispiele schauen wir zunächst was Kunstgeschichte alles bedeuten kann. Es kann ja schließlich die Geschichte der Künstler genauso gemeint sein wie die Geschichte von Objekten.

Im Zentrum einer kunsthistorischen Arbeit steht häufig die Interpretation dieser Objekte und wir werden uns anschauen welche Formen das je nach Zeit annehmen kann. Geschichte wird immer in bestimmten Machtverhältnissen geschrieben und dabei bestimmt die zugrunde liegende Ideologie was gesagt werden kann. Die Werke des Hieronymus Bosch und ihre vielfältigen Interpretationen werden dafür Beispiele liefern. In einem nächsten Schritt diskutieren wir Narrative und Konstruktionen, wie z.B. die Konstruktion des Anderen im Orientalismus des 19. Jahrhundert und den damit einhergehenden Nationalismus.

Mit feministischen Perspektiven fragen wir uns schlussendlich wer eigentlich welches Narrativ benutzt und was unsere Haltung dazu ist. Mit dieser Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte soll das eigene Schreiben im Laufe des Seminars geübt werden. Drei kleine Texte entstehen in den drei Monaten des Seminars und werden im peer-review gelesen und kommentiert. Für 6 ECTS ist ein längerer Text nach der Semesterpause abzugeben.

Der Film gehört zu den maßgeblichen künstlerischen Medien des 20. Jahrhunderts. Seit seiner Entstehung ist er von vielfältigen theoretischen Diskursen und Kontroversen begleitet worden, die unter anderem die Frage der Spezifika des filmischen Bildes, die Frage der Definierbarkeit des filmischen Mediums und die Frage seiner ästhetischen und politischen Signifikanz betreffen. Im Rahmen des Seminars werden wir einschlägige historische wie jüngere Texte zur Theorie des Films diskutieren.

 

Auswahlbibliographie

Richard Allen und Murray Smith (Hg.), Film Theory and Philosophy, Oxford: Oxford University Press 1997.

David Bordwell, Kristin Thompson und Jeff Smith, Film Art: An Introduction, 12. Auflage, New York: McGraw Hill Education 2020.

Leo Braudy und Marshall Cohen (Hg.), Film Theory and Criticism. Introductory Readings, Oxford: Oxford University Press 1999.

Noël Carroll, Theorizing the Moving Image, Cambridge: Cambridge University Press 1996.

Noël Carroll, The Philosophy of Motion Pictures, Malden/Ma.: Blackwell 2008.

Stanley Cavell, The World Viewed. Reflections on the Ontology of Film, Cambridge/Ma.: Harvard University Press 1979.

Gregory Currie, Image and Mind. Film, Philosophy, and Cognitive Science, New York: Cambridge University Press 1995.

Gilles Deleuze, Das Bewegungs-Bild. Kino 1, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996.

Gilles Deleuze, Das Zeit-Bild. Kino 2, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996.

Lorenz Engell, Oliver Fahle, Vinzenz Hediger und Christiane Voss, Essays zur Film-Philosophie, München: Fink 2015.

Cynthia Freeland und Thomas Wartenberg (Hg.), Philosophy and Film, New York: Routledge 1995.

Josef Früchtl, Vertrauen in die Welt. Eine Philosophie des Films, München: Fink 2013.

Berys Gaut, A Philosophy of Cinematic Art, New York: Cambridge University Press 2010.

Gertrud Koch, Die Wiederkehr der Illusion. Der Film und die Kunst der Gegenwart, Berlin: Suhrkamp 2016.

Dimitri Liebsch (Hg.), Philosophie des Films. Grundlagentexte, Paderborn: Mentis 2005.

Paisley Livingston und Carl Plantinga (Hg.), The Routledge Companion to Philosophy and Film, London: Routledge 2009.

Jacques Rancière, Spielräume des Kinos, Wien: Passagen 2012.

Martin Seel, Die Künste des Kinos, Frankfurt am Main: Fischer 2013.

Martin Seel, ≫Hollywood ignorieren≪. Vom Kino, Frankfurt am Main: Fischer 2017.

Robert Sinnerbrink, New Philosophies of Film. Thinking Images, London: Continuum 2011.

In den letzten Jahren sind Theorien der Alltagsästhetik vermehrt vor allem in der angloamerikanischen Ästhetik diskutiert worden. Gegenüber der in der Tradition der Ästhetik starken Dominanz der Kunst als paradigmatischen Gegenstandsbereich der Ästhetik pochen sie auf ästhetische Momente aller Aspekte der menschlichen Lebensform. So interessieren sie sich neben Phänomenen der Natur nicht zuletzt besonders für Fragen einer Ästhetik des Designs. Im Seminar soll gemeinsam das einschlägige Buch von Yuriko Saito zur Alltagsästhetik gelesen werden und dadurch in den Debattenstand eingeführt werden.

 

Auswahlbibliographie

Arnold Berleant, Aesthetics Beyond the Arts. New and Recent Essays, Aldershot: Ashgate 2012.

Thomas Leddy, The Extraordinary in the Ordinary. The Aesthetics of Everyday Life, Peterborough: Broadview Press 2012.
Yuriko Saito, Everyday Aesthetics, Oxford: Oxford University Press 2010.
Richard Schusterman, Thinking through the Body.  Essays in Somaesthetics, Cambridge: Cambridge University Press 2012.

 

Arthur C. Danto (1924-2013) gehört zu den zentralen angloamerikanischen Kunsttheoretikern und Kunstkritikern des 20. Jahrhunderts; neben klassischen Beiträgen zur Handlungstheorie, zur Philosophie der Geschichte wie zu wichtigen Autoren der Tradition ist er vor allem mit Beiträgen zur Theorie und Geschichte der Kunst hervorgetreten, die international breit und kontrovers rezipiert worden sind. Im Seminar werden wir gemeinsam sein Hauptwerk “Die Verklärung des Gewöhnlichen. Eine Philosophie der Kunst” lesen und diskutieren. Das Buch wird zur Anschaffung empfohlen.

Literatur

Arthur C. Danto, Die Verklärung des Gewöhnlichen. Eine Philosophie der Kunst, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1981.

 

Hans-Georg Gadamer (1900-2002) zählt zu den einflussreichsten und international sichtbarsten deutschen Philosophen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist zugleich neben seinem Lehrer Martin Heidegger der wichtigste Vertreter der philosophischen Hermeneutik im 20. Jahrhundert. In seinem Hauptwerk Wahrheit und Methode (1960) untersucht er das Verstehen als existenziale Dimension der menschlichen Lebensform nicht zuletzt mit Blick auf die Erfahrung von Wahrheit in Geschichte, Philosophie und Kunst. Wir werden im Seminar in gemeinsamer gründlicher Lektüre zentrale Abschnitte seines Hauptwerks erarbeiten.

 

Literatur

Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik, Tübingen: Mohr Siebeck 1975.

Im Kolloquium werden Positionen der gegenwärtigen ästhetischen Diskussion in Kunstgeschichte und philosophischer Ästhetik diskutiert. Das Kolloquium richtet sich an Künstler*innen, Designer*innen, Philosophen und Philosophinnen, Musiker*innen und an alle, die sich für aktuelle Debatten der Ästhetik interessieren. Es wird in Kooperation der Lehrstühle Prof. Dr. Michael Lüthy und Prof. Dr. Daniel M. Feige ausgerichtet.

Das Theater wird in seinen unterschiedlichen Facetten betrachtet: Die grundsätzliche Bedeutung von Text im Theater, historische Entwicklungen, zeitgenössische Tendenzen sowie ihr gesellschaftlicher Zusammenhang werden anhand ausgewählter Beispiele der Theaterliteratur hinterfragt. Praktische Wege zur Auseinandersetzung mit dramatischen Werken und Aufführungen sowie Möglichkeiten der Analyse stehen im Mittelpunkt des Seminars mit Dramaturgin Katja Hagedorn. Im Sommersemester steht das dokumentarische Theater im Fokus.

AM Michael Nijs
Portfolio

Mittwochs oder donnerstags 10 – 12 Uhr

am 6., 12., 20.5., 2., 9. und 24.6. als Zoom-Konferenz

Beginn: 6.4.

 

Keine ECTS,

Voranmeldung per E-Mail an

Wie gestalte ich eine ansprechende Übersicht meiner künstlerischen Arbeiten? Im Seminar werden Portfolios von Studierenden analysiert. Aspekte wie Bildauswahl, Text, Lebenslauf, Bildunterschrift und Gesamtgestaltung werden in einzelnen Sitzungen vertieft behandelt. Im Hinblick auf eine starke Außenwirkung sind Strategien zur Anpassung an den Adressat*innenkreis zu entwickeln. Zum Schluss stellen die Studierenden ein Portfolio zusammen, das sie für Prüfungen, für Bewerbungen oder in Ausstellungen nutzen können.

Jedes Jahr im Mai versammelt das bedeutendste deutsche Theaterfestival Theaterschaffende, Journalisten und Gäste aus der ganzen Welt in Berlin. Herzstück des Theatertreffens sind die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“, die alljährlich von einer unabhängigen Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt werden.Die Exkursionsteilnehmer*innen besuchen eine Auswahl der eingeladenen Inszenierungen und der Lesungen des Stückemarktes sowie das „Campus“-Rahmenprogramm für Hochschulen mit diskursiven Veranstaltungen und Gästen aus Kultur, Politik und Wirtschaft. Ob die Exkursion nach Berlin oder an den heimischen Rechner führt, ist auf www.theatertreffen.de zu erfahren.

Die Oper Rigoletto von Giuseppe Verdi wird auf der weltweit größten Seebühne im Rahmen der Bregenzer Festspiele von Philipp Stölzl inszeniert. Arrigo Boito komponierte die Tragödie Nero, die von Olivier Tambosi auf die Bühne des Großen Saals des Festspielhauses gebracht wird. Neben einem Besuch der Generalproben beider Aufführungen stehen eine bühnentechnische Führung und Künstlergespräche auf dem Programm.

LBA Wolfgang Kary 
Steuern und Versicherungen für Künstler*innen

14.7. 09:30 – 14:30 Uhr, Ort nach Ansage

Keine ECTS

Voranmeldung per E-Mail an

Wie kann ich die Kosten für das künstlerische Studium steuerlich geltend machen? Muss für eine Malerei Mehrwertsteuer abgeführt werden? Wie kann ich in die Künstlersozialkasse KSK eintreten? Das Seminar gibt einen Überblick über die Grundlagen des Steuerrechts und die verschiedenen Möglichkeiten der Absicherung für Krankheit und im Alter. An diesen Themen kommt kein Künstler vorbei.Wolfgang Kary arbeitet seit 1993 als Steuerberater und betreut zahlreiche freiberufliche Künstler.

You are what you wear? Inhalt des Seminars zur Formen- und Kulturgeschichte der Bekleidung ist die Betrachtung und Analyse des Wandels von Bekleidungsweisen. Dieser wird im Umbruch politischer und sozialer Ordnungen und ihrer Körper- und Genderbildern kontextualisiert, deren Wirkungsmacht sich konstituierend auf die Identitätsbildung auswirkt. Bekleidung schafft Identität, indem sie bekleidete Körper hervorbringt. Sie kreiert und sampelt Bilder vestimentärer Zugehörigkeit und Geschlechtlichkeit. Kleidung dient der Bildwerdung und kulturellen Lesbarkeit des Körpers. Über die empirische Darstellung des Formenwandels in der Modegeschichte hinaus werden die komplexen Wirkungszusammenhänge von Körper, Kleidung und Bild zugänglich gemacht. Exkurse führen in das mittelalterliche Schottland, in dem der historische Macbeth gelebt hat, und in das elisabethanische Zeitalter, in dem Shakespeare seine Tragödie zur Uraufführung brachte.

In diesem Seminar wird über 2 Semester europäische Mode- und Kostümgeschichte von der Steinzeit über den Mittelmeerraum (ägyptische, griechische und römische Antike ) bis zum 21. Jahrhundert vor dem Hintergrund politischer und historischer Veränderungen in Form von Vorlesungen und Bildvorträgen gelehrt. Beispiele aus der Bildenden Kunst, unterschiedliche Modebewegungen und Analogien zu Theater und Film werden gemeinsam untersucht. Beispiele zu Material und Verarbeitung geben Einblick in technische Aspekte. Die Lektüre umfasst Texte, die sich mit Mode, Kleidung, Hygiene, Sittengeschichte sowie der Herstellung und Bedeutung unterschiedlicher Gewandformen und mit dem historischen Modekörper beschäftigt. Anhand von Filmbeispielen wird untersucht, wo und wie historische Genauigkeit bei der Umsetzung von Kleidung in das jeweilige Kostümbild realisiert wurde und wo absichtlich künstlerische Abweichungen bestehen.

Prof. Bettina Walter
Kostüm-Kolloquium

23.4., 6.5., 18.6., 1.7. 14 – 17 Uhr,

Ort nach Ansage

Keine ECTS,
Voranmeldung per E-Mail an 

In diesem monatlichen Kolloquium werden relevante und aktuelle Themen zum Mysterium Kostüm, Körper im Raum, Theaterfigur im Raum, zur Ausbildung und zum Beruf Kostümbildner*in diskutiert und an Beispielen und Bildmaterial untersucht. Professionelle Gäste aus dem Film-, Opern- und Theaterbereich werden ergänzend dazu in die Lehrveranstaltung eingeladen. Die Wahl der Themen entsteht in Absprache zwischen Prof. Walter und den Studierenden.

LBA Bettina Marx
Filmkostüm

10., 11., 16., 17., 18.7., ganztägig, Experimentierbühne Heusteigstraße

 

ECTS nach Absprache,

Voranmeldung per E-Mail an 

Die Kostümbildnerin Bettina Marx stellt den Film WER WENN NICHT WIR (2011) von Andres Veiel vor, in dem die Anfänge der RAF von 1962 bis 1972 beleuchtet und vor allem im Kontext der Liebesbeziehung zwischen den Protagonisten Vesper-Ensslin-Baader dargestellt werden. Im Vergleich zum Film DER BAADER-MEINHOF-KOMPLEX (2008) von Uli Edel sollen folgende Themen erörtert werden: Wie unterscheidet sich das Film-Kostüm vom Bühnen-Kostüm? Anhand der beiden Filmbeispiele zum selben Thema erörtern wir die Anforderungen an Recherche und Wiedergabe der historischen Realität sowie die Bedeutung der Mode als Abbild der gesellschaftlichen Umbrüche in den 60er Jahren und die unterschiedliche Umsetzung des Themas im Kostümbild der beiden Kinofilme. An zwei Wochenenden erarbeiten die Studierenden außerdem eine künstlerische Position zum Thema in Form von moodboards / Kostümentwürfen.

LBA Oliver Frick
sonic art – sculpting sound – interactive structures

Seminar, Projekt

Zeit Do 11-13 Uhr (zzgl. Einzeltermine für Projektentwicklung)
Mozartstraße 51 und/oder online als Videokonferenz
Teilnehmerzahl begrenzt

Anmeldung zur Teilnahme Anmeldung bitte per E-Mail bis 29.03. an

Schall ist ein wesentlicher Teil unserer Welt. Abseits der musikalischen Organisation von Tönen nach Regeln der Harmonielehre bietet Klang eine
wertvolle Ressource als Material zur künstlerischen Gestaltung. Schwerpunkte des Seminars bilden eine vertiefende Auseinandersetzung mit kreativer
Klanggestaltung, dramaturgischen Strategien, nichtlinearen Techniken und interaktiven Werkzeugen sowie die Auseinandersetzung mit Werken anderer zur Gewinnung eigener künstlerischer Perspektiven und Arbeitsansätzen zur Gestaltung von Dramaturgien und Klangstrukturen. Integraler Bestandteil des
Seminars ist die kontinuierliche selbständige praktische Arbeit der Studierenden,
die über das Semester hinweg eigene Projekte erarbeiten, die zu Beginn des nächsten Semesters präsentiert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Projekte der Studierenden unabhängig vom gemeinsamen Seminar in Einzelbesprechungen zu entwickeln

LBA Daniel Pies
Schreiben über, mit und als Kunst

Seminar

Do 13.30-16.30 Uhr und projektbezogene Termine.
Genauere Terminplanung in der ersten Seminarsitzung

 

Mozartstraße 51 oder online als Videokonferenz
Teilnehmerzahl 8

Anmeldung zur Teilnahme Anmeldung bitte per E-Mail bis 29.03. an

In zunehmendem Maße und in vielfältigen Zusammenhängen sind Künstler dazu
aufgefordert sich auch in schriftlicher Form über ihre Arbeit zu äußern. Von pragmatischen Textgattungen wie dem sogenannten Artist’s Statement über Projektanträge und institutionelle Formen der Selbstdarstellung bis hin zu
textuelle Strategien der Selbstreflexion, poetischen Expansionen der eigenen Arbeit und den programmatischen Rhetoriken des modernistischen Manifests stellte und stellt sich das künstlerische Schreiben über Kunst immer auch als
eine Frage der Macht – der Macht über die Positionierung der eigenen Arbeit im
Feld der widerstreitenden Interpretationen.
Wir werden uns in diesem Seminar sowohl als Lesende mit den unterschiedlichen Formen und Gattungen künstlerischen Schreibens vertraut
machen, wie auch selbst als Schreibende jeweils eigene Wege im Feld der Möglichkeiten erkunden.

 

VERANSTALTUNGEN AN DER MERZ AKADEMIE

Adresse: Teckstraße 58, 70190 Stuttgart

 

Unter diesem Link finden Sie die für den CAMPUS GEGENWART geöffneten Veranstaltungen und Seminare an der Merz Akademie.

Wenn Sie an einer Veranstaltung teilnehmen möchten, schreiben Sie bitte an