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08.12.2021 | Jürgen Essl, Rolf Goebel, Tim Strohmeier, Lars Schwarze, Marita Tatari
12.12.2021 | Nurit Stark, Caroline Melzer, Franziska Kötz, Marita Tatari
15.12.2021 | Helmut Lachenmann, Martin Schüttler, Marita Tatari
26.01.2022 | Hendrike Mautner, Marita Tatari

 

Programm:

 

8.12.2021 | 18:00 HMDK | Raum 3.01 (Orgelraum)

Das Maß der Improvisation
mit Jürgen Essl, Rolf Goebel, Tim Strohmeier, Lars Schwarze, Marita Tatari

Improvisieren bezeichnet ein Spielen, das sich auf die Gegenwart einstimmt: auf die Mitwirkenden und auf den Moment, ohne darauf etwas Fertiges zu projizieren. Da sich Improvisation nicht im Voraus entwerfen lässt, geht sie mit einer Praxis einher, die bejaht, was ihr unverfügbar ist: Eine Praxis, die der gegenwärtigen Situation verantwortend entgegenkommt, ohne sie ihr unterzuordnen.

Wir werden über die Kunst der Improvisation sprechen: über das Maß, das ihr ihre Plastizität verleiht. Und wir werden über das diskutieren, was wir dem Geist der Improvisation heute entnehmen können – in einer Zeit, die vom Geist des Projekts und der Planbarkeit durchwaltet ist, und die zugleich aus den Fugen gerät.

Angesichts beispielweise der Klimakrise, ist heute das Vertrauen in die Annahme, dass wir Menschen die Zukunft planen, die Welt beherrschen und die Natur unterordnen können, erschüttert. Wir sind mit unseren Grenzen konfrontiert. Können wir statt zu planen, vielleicht etwas Wichtiges von der Improvisation lernen?

Prof. Rolf Goebel, UAH Huntsville (Vortrag per Zoom)
Auditive Resonanz und Orgel-Improvisation
Im kritischen Anschluss an Hartmut Rosa, Günther Anders, Jean-Luc Nancy und anderen lässt sich auditive Resonanz als ein körperlich-affektives Eingestimmt-Sein des lauschenden Subjekts auf intensive Klangereignisse bestimmen. Resonanz lässt sich als eine atmosphärisch-immersive Betroffenheit durch eine akustische Präsenz definieren, deren spontan-intuitive Wirkung die Zuhörenden schon ergreift, bevor die analytische Reflexion verspätet das soeben Vernommene deuten kann. Wegen dieser hermeneutischen Verzögerung ist die auditive Resonanzerfahrung nie etwas planvoll Vorhersehbares oder gar Garantiertes; im Gegenteil, sie ist etwas Überraschendes, ein Ereignis ästhetischen Begehrens, das man allenfalls durch aufmerksames Lauschen herbeiwünschen, aber nicht willentlich erzwingen kann. Diese Eigenschaft teilt sie mit der Kunst der Improvisation. Der Vortrag geht der Frage nach, inwieweit diese Definition von auditiver Resonanz zum Verständnis der Improvisation, insbesondere auf der Orgel, beitragen kann.

Zugang für die Zoom-Veranstaltung
>>https://eu01web.zoom.us/my/campusgegenwart
Passwort: campus

 

12.12.2021 | 13:00 – 14:15 | HMDK, Raum 8.28
Materialisierung der Musik
Ein Gespräch zu György Kurtágs Kafka Fragmente mit Nurit Stark, Caroline Melzer, Franziska Kötz, Marita Tatari.

Die szenische Aufführung von Kurtags „Kafka-Fragmente“ ist eine Herausforderung. Nicht nur erzählt dieser Zyklus keine zusammenhängende Geschichte. Vielmehr handelt es sich um ein musikalisches Werk, das einerseits mit Bildern operiert, während es sich andererseits der Darstellung oder Bebilderung radikal entzieht. Gerade diese Ambivalenz macht das Werk hinsichtlich der Frage seiner szenischen Präsenz so spannend. Er lädt uns ein, die szenische Aufführung nicht als Darstellung von etwas, sondern als Materialisierung der Musik zu denken. Übersetzt die Materialisierung der Musik das Werk in einen messbaren Wert, oder verteidigt sie, im Gegenteil, seine Unermesslichkeit?

 

15.12.2021 | 18:30 | HMDK Orchesterprobenraum

Helmut Lachenmann im Gespräch mit Martin Schüttler, moderiert von Marita Tatari.
Weiter Infos folgen in Kürze.

 

26.01.2022 | Musikvermittlung heute

Ein Gespräch mit Hendrike Mautner, Marita Tatari .
Da die Teilnahme begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung an >>